Mit Ausnahmen von Phelios, der als einziger deutscher Act noch eine erträgliche Anreise hatte, haben die anderen keine Mühen gescheut ihren weiten Weg aus Scandinavien bzw. Kanada nach Deutschland bzw. Europa zu machen um eine handvoll Konzerte zu geben, eben auch am 11.10. im Berliner Fraystil Club.
Eröffnet wird der Abend um 21.00 von Phelios, der als einziger wirklich komplett live spielt. Die Show ist kein Abspulen seiner bisherigen Veröffentlichungen, sondern Improvisationen auf der Basis der Sounds, Loops, Rhthmen seiner Stücke, wie er mir im Anschluss verrät.
Visions (Cyclic Law) aus Kanada kommen. Jetzt wird es stimmungsvoller und intensiver. Bilder von Planeten, verfremdeten planetarischen Landschaften und kaleidoskopartigen Effekten werden in den abgedunkelten Raum geworfen, ein paar Kerzen beleuchten die Bühne.
Gustav Hildebrand aus Schweden bietet sehr abstrakten und atonalen Ambient. Eine Musik, die auf einer guten Hifi Anlage voll zur Geltung kommt, aber bei Club PA's eher problematisch ist, da die subtilen Klänge/Obertöne dieser Art Ambient einfach untergehen und somit auch die Qualität herausgenommen wird. So kann die Musik des zurückhaltenden Musikers hier leider nicht die volle Wirkung entfalten.
Der Hauptact kündigt sich an, es muss jetzt gegen 23.00 sein. Der enge Fraystil Club füllt sich, es sind jetzt warscheinlich 80 Leute da.
Vom Mann an den Saiten höre ich nichts, ist aber ein ganz netter Effekt - zum Schluss trägt der Herr nur noch Unterhose, zur Erheiterung des Publikums (das erspare ich den geneigten LeserInnen).
Karjalan Sissit beendet seinen Auftritt und schickt das Publikum gebührend rüde nach Hause.